Ich spüre es an allen Körperteilen: am Nacken, an den Oberarmen, am Bauch und derzeit besonders an den Oberschenkeln. Das Körperfett schmilzt förmlich dahin.

Es wäre schön und natürlich auch motivierend, wenn sich der Verlust des Körperfettes auch auf der Waage widerspiegeln würde. Doch die digitale Anzeige wirft derzeit Zahlen aus, die sich in den ersten Tagen nicht mit meinen Fastentagen in Einklang bringen lassen.

Wie bereits erwähnt, faste ich derzeit an drei Tagen pro Woche jeweils 40 Stunden – also insgesamt 120 Stunden pro Woche. An Fastentagen bedeutet das: keine Nahrung, nur Wasser, Tee und Kaffee. Höchstens ein Teelöffel Flohsamenschalen (2 kcal), um den Darm zu reinigen, und natürlich die beiden Esslöffel Apfelessig, die ich mit warmem Wasser trinke.

Doch das Problem beginnt bereits mit den Flohsamenschalen. Diese binden das 20- bis 30-fache ihres Eigengewichts an Wasser und bremsen die Verdauung. Dadurch speichert der Körper über längere Zeit Wasser, das sich dann als zusätzliches Gewicht auf der Waage bemerkbar macht. Auch die Glukose, die in der Leber und den Muskeln gespeichert ist und an Fastentagen abgebaut wird, bindet das Fünffache ihres Eigengewichts an Wasser. Viel zu trinken ist ein Muss, um die Fettverbrennung aufrechtzuerhalten.

In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass ich auf Flohsamenschalen und getrocknete Pflaumen verzichtet habe – nur, um der Waage zu gefallen. Das ist falsch und definitiv nicht der Sinn der Sache.

Bei drei Fastentagen pro Woche – oder anders ausgedrückt: Ich nehme an vier Tagen in der Woche Nahrung in einem Zeitfenster von 12 bis 20 Uhr zu mir – sollte ich ein Kaloriendefizit von etwa 7.000 kcal erreichen, was etwa einem Kilogramm Fettverlust pro Woche entspricht. Mein Maximalgewicht im Januar lag bei 114,8 kg, mein niedrigstes gemessenes Gewicht bei 109,8 kg. Somit habe ich etwa 5 kg Fett verloren, was meine Vermutung bestätigt.

Statt mich mit der Waage zu stressen, habe ich meinen Bauchumfang gemessen (115 cm) und mir eine zu enge Hose (Bundweite 108 cm) bestellt, in die ich mich „reinfasten“ möchte. Anfang März sollte die Hose ankommen. Dann werde ich mich eine Woche lang wieder auf die Waage stellen, um einen Durchschnittswert als Referenz zu nehmen. Sobald ich mit dem Training beginne, werde ich auch meinen Körperfettanteil messen.

Hier ist ein Video, das die Thematik gut darstellt: