• Im Jahr des Pinguin

    Warum viele Institutionen Linux als Alternative zu Windows prüfen

    Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf und erfährst, dass immer mehr Behörden, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen weltweit die Nutzung von Microsoft Windows endlich kritisch hinterfragen. Nicht aus Ideologie, sondern wegen wachsender Bedenken zu Datenschutz, Compliance und digitaler Abhängigkeit.

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  • Jetzt mal im Ernst, Donald: Gehst du dir nicht langsam selber auf den Keks?

    Ich hoffe, zukünftige Generationen werden gnädig mit uns sein, wenn es um die Bewertung unserer Gegenwart geht. Wir leben in einer Zeit von Umbrüchen, technischen Inovationen und unendlichen Chancen. Was machen wir daraus? Wir geben das Zepter einigen bekloppten alten Männern in die Hand, die glauben, Geschichte schreiben zu müssen. Zur Not, indem man sie umschreibt.

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  • ICE-Alarm - Warum wir die Fußball-WM in den USA meiden sollten

    Es fällt zunehmend schwer, die täglichen Entwicklungen in den USA zu kommentieren. Kaum hat man sich in ein Thema vertieft, öffnet die politische Führung bereits das nächste Fass. Drohungen gegen Venezuela, territoriale Begehrlichkeiten gegenüber Grönland, Kanada, Mexiko oder jüngst sogar Island – all das wirkt wie ein Ablenkungsmanöver von den Epstein-Akten und der desaströsen wirtschaftlichen Lage.

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Theater spielen ist für mich wie in einem Flugzeug zu verreisen. Du bereitest deine Reise vor, planst die kommenden Tage präzise und lässt trotzdem Platz für Improvisationen. Und doch kommt der Moment, wo die Tür des Fliegers sich schließt und du weißt, es gibt kein Zurück mehr. 

Meine Atmung wird schneller und Angstschweiß perlt sich auf meiner Stirn in dem Wissen, mich in Kürze in unnatürlichen Höhen zu bewegen und der Situation ausgeliefert zu sein. Und vor jedem Start stelle ich mir die Frage: Was machst du eigentlich hier?

Wie beim Fliegen ist der Moment, bevor sich der Vorhang hebt, der schwerste, bis die Kabinentür sich schließt und es kein Zurück mehr gibt. Doch auf der Bühne bist du den Elementen nicht ausgeliefert. Sobald ich das Rampenlicht betrete und der Feigling in mir gebändigt ist, weil ich jetzt funktionieren muss, beginnt meine Transformation zur Rampensau und alles ist möglich.

Anfangs spielte ich Theater in einer Gruppe namens Pres Vert, Die „Histoires sans paroles“, also Geschichten ohne Worte, kamen mir in den Anfangsjahren in Frankreich sehr entgegen, da meine Sprachkenntnisse eher rudimentär waren. Da spielte ich ein Alien mit Kissen im Gesäß, einen Filmregisseur, einen Zirkusdirektor oder einen Filou, der ein armes Mädchen schwängerte und sich danach aus dem Staub machte.

Vor einigen Jahren wurde ich gefragt, ob ich für ein Straßentheater in Puiseaux nicht im Rahmen einer nachgestellten Zeremonie für die Besiegelung einer Städtepartnerschaft alleine die deutsche Nationalhymne vom Balkon des hiesigen Rathauses schmettern könnte. Seitdem gehört „Il était une fois Puiseaux“ (es war einmal in Puiseaux) zu meinem festen Bestandteil meiner Vorweihnachtszeit.

Für die Aufführungen wird ein Teil der Innenstadt um die Kirche herum, nebst einer alten Schule, dem Rathaus und der Kirche selbst, zur Bühne, wo kurze Episoden aus der Geschichte des Ortes mit einem Augenzwinkern nachgespielt werden. Dazu hat die Gemeinde die Theatergruppe „Le Théâtre des Minuits“ beauftragt, die Aufführungen zu organisieren. Die Kosten trägt die Gemeinde Puiseaux, gemeinsam mit der Region und der EU. Die einzelnen Stücke werden in einer 2 1⁄2 stündigen Dauerschleife aufgeführt, bis die Kirchturmglocken das Ende einläuten.

In einer Pressemitteilung wurde berichtet, dass die jährliche Besucherzahl bei geschätzten 5000 Besuchern liegt. Diese Zahl halte ich für geschöhnt und sie wird vermutlich nur genannt, um die benötigten Subventionen zu erhalten. Der ehemalige Bürgermeister schätzte in einem Gespräch mit mir die Besucherzahl auf 2-3 Tausend ein, was realistischer klingt. Bei einer Einwohnerzahl von 3400 Personen bleibt der Strom an Zuschauern beachtlich.

Gespielt habe ich unter anderem François Ier, einen belgischen Flüchtling im Ersten Weltkrieg (hier musste ich die belgische Hymne singen) und einen russischen Kosaken. Meine schönste Erinnerung ist allerdings eine kleine Rolle, zu der ich keinen Text lernen musste. Ich mimte einen Bodyguard, der verrückte Fans von den VIPs fernhielt. Nach der letzten großen Coronawelle war es eine Wohltat für Körper und Seele, zwei Stunden lang kreischende Fans einzufangen und sich einfach mal wieder gehen zu lassen. Danke für diese Erfahrung.

Das Thema in diesem Jahr lautet, wie sollte es auch in der Vorzeit zu den Olympischen Spielen anders sein, Sport in Puiseaux und findet am 16.12. von 18-20:30 Uhr statt. Wieder werden um die 100 Laiendarsteller erwartet, die mit professionellen Künstlern sich das Rampenlicht teilen. Ein schönes Konzept und auch für deutsche Gemeinden nachahmentswert. 

Ich habe ein paar Bilder der letzten Vorstellungen auf meinen Server geladen. (Klick)

 

 

Bücher

  • Das Türkenhaus

    Deutschland im Herbst 1988. Der siebzehnjährige Christian leidet unter hypnopompen Halluzinationen. Seit dem Tod seiner ersten großen Liebe weicht ihm seine Fantasiefreundin Anna aus Kindheitstagen nicht mehr von der Seite. Sein behandelnder Psychologe erwägt, Christian aufgrund selbstverletzendem Verhaltens in eine psychiatrische Klinik zu überstellen.

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  • Lord ohne Filter

    Bei einem Spaziergang mit seinem Hund lernt der dreizehnjährige Oliver die gleichaltrige Ines kennen. Oliver bietet Ines eine Zigarette an, die er seiner Mutter zuvor stibitzte. Da er den leichten Zigaretten die Filter abbricht, wird das Rauchen von Lord ohne Filter zu Ines und Olivers Spezifikum. Doch es gelingt Ines und Oliver in den folgenden Jahren nicht, ein Paar zu werden.

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  • Die Lopare

    Über 250 Jahre ist es her, dass die Raumschiffe der Internationalen Raumflotte der Erde nach dem großen Krieg den Schritt wagten und in die Weiten des Weltalls aufbrachen, da sie im Sonnensystem keine Perspektive für sich sahen. Nachdem die Erde und ihre Kolonien im Sonnensystem sich von den Folgen des Konfliktes erhohlten und über überschüssige Ressourcen verfügen, bricht eine wissenschaftliche Flotte auf, um die nahen Sternensysteme zu erkunden.

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