• Im Jahr des Pinguin

    Warum viele Institutionen Linux als Alternative zu Windows prüfen

    Stell dir vor, du wachst eines Morgens auf und erfährst, dass immer mehr Behörden, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen weltweit die Nutzung von Microsoft Windows endlich kritisch hinterfragen. Nicht aus Ideologie, sondern wegen wachsender Bedenken zu Datenschutz, Compliance und digitaler Abhängigkeit.

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  • Jetzt mal im Ernst, Donald: Gehst du dir nicht langsam selber auf den Keks?

    Ich hoffe, zukünftige Generationen werden gnädig mit uns sein, wenn es um die Bewertung unserer Gegenwart geht. Wir leben in einer Zeit von Umbrüchen, technischen Inovationen und unendlichen Chancen. Was machen wir daraus? Wir geben das Zepter einigen bekloppten alten Männern in die Hand, die glauben, Geschichte schreiben zu müssen. Zur Not, indem man sie umschreibt.

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  • ICE-Alarm - Warum wir die Fußball-WM in den USA meiden sollten

    Es fällt zunehmend schwer, die täglichen Entwicklungen in den USA zu kommentieren. Kaum hat man sich in ein Thema vertieft, öffnet die politische Führung bereits das nächste Fass. Drohungen gegen Venezuela, territoriale Begehrlichkeiten gegenüber Grönland, Kanada, Mexiko oder jüngst sogar Island – all das wirkt wie ein Ablenkungsmanöver von den Epstein-Akten und der desaströsen wirtschaftlichen Lage.

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Etwa drei Stunden an Lehrfilmen, einiges an Texten und einige Quiz später, und ich beginne meine Mission bei den Olympischen Spielen zu begreifen. Schließlich hieß es bislang nur, dass ich mich um die VIPs kümmern sollte, was als Information recht vage war. Während einer Videokonferenz im August letzten Jahres mit einer Verantwortlichen von Paris24, in der vor allem meine Sprachkenntnisse geprüft wurden und wir ständig zwischen Französisch und Englisch wechselten, wurde als Beispiel die französische Sportministerin genannt, die es eventuell zu betreuen galt.

Es gibt ein Foto mit Václav Havel und mir, auf das ich stolz bin. Im Allgemeinen aber empfand ich ein Treffen mit VIPs, die auch viel Glück in ihrer Vita hatten, als nie bereichernd.

Nach stundenlangem Ansehen von Videos, Lesen von kurzen Dokumenten und Teilnahme an diversen Onlinequiz, die mein Wissen testen und wichtige Details in meinem Gedächtnis verankern sollen, werden die Umrisse meines Auftrages klarer, auch wenn ich erst endgültig vor Ort Bescheid wissen werde.

Bei den Olympischen Spielen wird die Olympische Delegation vom Nationalen Olympischen Komitee (NOC) vertreten, dessen Vorsitzender der Chef de Mission ist. Für Deutschland wird erstmalig Herr Olaf Tabor diese Aufgabe Übernehmen. Dieser ist organisatorisch verantwortlich für sämtliche Sportler, die sein Land gesendet hat. Im Fall der BRD werden das bis zu 400 Athleten sein. Zu seinen organisatorischen Aufgaben zählen:

• Die Sportler nach ihrer Ankunft ins Olympische Dorf zu bringen
• Übergabe der Unterkünfte und eine Inventur bei der An- und Abreise
• Anmeldung sämtlicher Athleten seines Landes bei einer finalen Besprechung.
• Die Eröffnungszeremonie
• Alles, was während der Spiele anfällt, wie die Anfahrt an die Sportstätten, Übergabe der Medaillen, Anreise der Familienangehörigen, Dopingkontrollen usw.
• Schlusszeremonie und Abreise der Athleten

Ich bin Assistent des NOC und darf den Chef de Mission bei seiner täglichen Arbeit begleiten. Ich werde eine SIM-Karte erhalten und habe Zugang zum Fuhrpark der Olympischen Toyota-Flotte. Zudem bin ich Teil des Sprachserviceteams (LAN) und soll Sprachbarrieren überwinden und täglich Bericht an das Paris24-Team erstatten.

Dass ich einmal zu einem Services-linguistischen Team für so ein großes Event gehören werde, hat durchaus seine ironische Seite. Mein Englischlehrer meinte an einem Elternsprechtag in der sechsten Klasse zu meiner Mutter, er würde ihren Mut bewundern, sich überhaupt zu ihm zu trauen, und meine schlechte Note in Englisch bescherte mir zwei Ehrenrunden. Französischunterricht habe ich nie genossen. Dass ich bei dem Sprachtest für die OS doch relativ gut abgeschnitten haben muss, liegt wohl an meiner Reiselust und natürlich den vielen Jahren, die ich in Frankreich lebe.

Allerdings wurden mir auch Grenzen gesetzt und No-Gos angezeigt, die bis zum Ausschluss von meinen Tätigkeiten führen können. Das Weitergeben von Interna gehört dazu, besonders was das sportliche Team betrifft. Zudem ist es mir untersagt, Fotos im Olympischen Dorf zu schießen oder die Athleten mit Selfies zu belästigen. Punkte, für die ich selbstverständlich Verständnis habe und auf die man mit ein wenig Menschenverstand selbst kommen kann. Denoch wird bestimmt das eine oder andere Bild entstehen, welches ich auch hier posten kann, und zu Berichten gibt es bestimmt eine Menge, ohne dass ich Geheimnisse preisgeben muss.

Welche Aufgaben im Einzelnen auf mich zukommen werden und wie der tägliche Ablauf sich gestalten wird, ob ich wirklich der Assistent sein werde, sein Stellvertreter oder nur einer von Dutzenden, weiß ich nicht. Ob ich für das deutsche Team, die Österreicher oder Liechtensteiner assistieren darf, weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall werde ich die Ehre haben, Teil der Olympischen Spiele sein zu dürfen, und werde Bekanntschaften mit interessanten Menschen aus der ganzen Welt schließen. Und darauf freue ich mich.

 

Bücher

  • Das Türkenhaus

    Deutschland im Herbst 1988. Der siebzehnjährige Christian leidet unter hypnopompen Halluzinationen. Seit dem Tod seiner ersten großen Liebe weicht ihm seine Fantasiefreundin Anna aus Kindheitstagen nicht mehr von der Seite. Sein behandelnder Psychologe erwägt, Christian aufgrund selbstverletzendem Verhaltens in eine psychiatrische Klinik zu überstellen.

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  • Lord ohne Filter

    Bei einem Spaziergang mit seinem Hund lernt der dreizehnjährige Oliver die gleichaltrige Ines kennen. Oliver bietet Ines eine Zigarette an, die er seiner Mutter zuvor stibitzte. Da er den leichten Zigaretten die Filter abbricht, wird das Rauchen von Lord ohne Filter zu Ines und Olivers Spezifikum. Doch es gelingt Ines und Oliver in den folgenden Jahren nicht, ein Paar zu werden.

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  • Die Lopare

    Über 250 Jahre ist es her, dass die Raumschiffe der Internationalen Raumflotte der Erde nach dem großen Krieg den Schritt wagten und in die Weiten des Weltalls aufbrachen, da sie im Sonnensystem keine Perspektive für sich sahen. Nachdem die Erde und ihre Kolonien im Sonnensystem sich von den Folgen des Konfliktes erhohlten und über überschüssige Ressourcen verfügen, bricht eine wissenschaftliche Flotte auf, um die nahen Sternensysteme zu erkunden.

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